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Startseite › Themen › Gesellschaft › 7 Start-ups, die (vielleicht) unsere Zukunft prägen werdenAutor
Von Sylvain Etaix
Veröffentlicht am - Aktualisiert am
Context AI wurde 2023 an der Universität Saarbrücken von Thorsten Kattehöfer, Rainer Jehl und Chris Dorsey gegründet und bietet insbesondere deutschen und europäischen KMU sein Fachwissen im Bereich generative KI an. „Viele Unternehmen nutzen Chat GPT, haben aber generative KI noch nicht in ihre Organisationen integriert. Oft ist der Datenschutz das Hindernis.
Wir bieten ihnen eine sichere KI-Lösung, die die Vertraulichkeit ihrer Daten gewährleistet“, fasst Thorsten Kattehöfer zusammen. Context AI arbeitet mit mehreren deutschen Instituten (DFKI, Cispa und Fraunhofer) in Saarbrücken sowie OVH in Frankreich zusammen und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt.
„Frankreich ist ein Land der Innovation. Die French Tech spricht uns an. Es gibt hier sehr viele Akteure und man spürt eine unglaubliche Energie.“ Die beiden Mitbegründer suchen Kunden und Wiederverkäufer für ihre Lösungen auf dem französischen Markt. „Man spricht von europäischer Souveränität. Für uns ist das nicht nur ein Wort. Wir glauben daran! Mit unseren Lösungen können wir europäischen Unternehmen helfen, wettbewerbsfähiger zu werden.“
© AFA_2025
Chris Dorsey & Thorsten Kattehöfer
„Die europäische Souveränität ist nicht nur Gerede. Wir glauben daran!‟
Rement wurde von Felix Baur und Robert Schleinhege in Karlsruhe gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, die Umweltbelastung durch die Betonindustrie zu reduzieren, indem es ein Recyclingverfahren entwickelt. „Die Herstellung von Beton erfordert viele natürliche Ressourcen und ist für 8 % der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Beton ist die Tätigkeit, die in Europa die meisten Abfälle verursacht”, fasst Robert Schleinhege zusammen. Die von Rement entwickelte Technologie ermöglicht es, feine Betonabfälle aus Abbruchmaterialien aufzulösen und gleichzeitig CO2 zu speichern.
Durch diesen Prozess werden hochreiner Sand und Kalziumkarbonat gewonnen, aus denen Zement und damit neuer, umweltfreundlicherer Beton hergestellt werden kann.
Begleitet von zahlreichen deutschen Instituten und Forschungszentren (KIT, IMB Karlsruhe, Remove, Futury usw.) und unterstützt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie von der Europäischen Union haben die Teams von Rement eine Pilotanlage in einem Container in Karlsruhe realisiert. Die beiden Zielgruppen von Rement sind Zementwerke und Recyclingunternehmen für Baumaterialien. „Wir versuchen, zwischen 1,5 und 3 Millionen Euro aufzubringen, um unsere Pilotanlage unter realen Bedingungen mit Industriepartnern zu testen. Sowohl in Frankreich als auch in Deutschland gibt es ein günstiges Umfeld für die Förderung von Greentech und Cleantech“, betont Robert Schleinhege.
© AFA_2025
Robert Schleinhege
„In Frankreich, wie auch in Deutschland, gibt es ein günstiges Umfeld für die Unterstützung von Greentech und Cleantech.“
Validaitor wurde 2022 am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gegründet und hat validaitor.ai ins Leben gerufen, eine Plattform, auf der KI getestet und ihre Kompatibilität mit Vorschriften wie dem EU-KI-Gesetz überprüft werden kann, erklärt Yunus Bulut, CEO von Validaitor. „Die Plattform überprüft die Konformität der KI in Bezug auf alle regulatorischen Aspekte: Fragen der Sicherheit, des Datenschutzes und der Compliance.“ Die Zielgruppe: „alle KI-Entwickler, die ihre KI verantwortungsbewusst und unter Einhaltung der geltenden Gesetze verwalten möchten“. Validaitor.ai hat im Dezember 2024 eine Finanzierungsrunde abgeschlossen.
„Wir werden nächstes Jahr eine neue Finanzierungsrunde abschließen“, erklärt Yunus Bulut, ohne den Betrag zu nennen. Der deutsche Geschäftsführer ist von der Komplementarität zwischen Frankreich und Deutschland überzeugt, wie auf der Vivatech 2025 vielfach diskutiert wurde: „Deutschland und Frankreich sind die beiden größten Volkswirtschaften Europas. Beide verfügen über ein sehr gut entwickeltes Start-up-Ökosystem. Französische und deutsche Unternehmen stehen manchmal in Konkurrenz zueinander, aber deutsch-französische Allianzen können es uns ermöglichen, eine kritische Größe zu erreichen, um mit den Vereinigten Staaten und China zu konkurrieren.“
© AFA_2025
Yunus Bulut
„Mit deutsch-französischen Allianzen im Tech-Bereich können kritische Größen erreicht werden, um mit den USA und China zu konkurrieren.“
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