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Startseite › Themen › Finanzierung › Bank › „Wir müssen die europäische Finanzkraft stärken“Autor
Von Sylvain Etaix
Veröffentlicht am - Aktualisiert am
© Banque de France – François Villeroy de Galhau, Gouverneur der Banque de France und Ehrenvizepräsident des Deutsch-Französischen Wirtschaftsclubs (CEFA) in Paris.
Der Euro feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Die Franzosen und die Europäer hängen an der gemeinsamen Währung. Wann wird die Kapitalmarktunion das Licht der Welt erblicken? Warum ist ihre Schaffung so wichtig für die Finanzierung der Energie- und Digitalwende in Europa?
Der Euro ist ein riesiger Erfolg in der Bevölkerung: 78 % der Bürger der Eurozone und 74 % der Franzosen unterstützen ihn laut der jüngsten Eurobarometer-Umfrage, die Ende Mai veröffentlicht wurde. Dennoch wird eine andere große europäische Baustelle vergessen: die Kapitalmarktunion. Sie wird seit zehn Jahren gefördert, hat sich aber als politisch nicht ausreichend mobilisierend erwiesen. Wie ich seit mehreren Jahren betone [1], müssen wir daher einen Gang höher schalten und zu einer Allokationslogik übergehen, um unsere Ressourcen dem Investitionsbedarf im Zusammenhang mit der ökologischen und digitalen Transformation gegenüberzustellen. Ein solches Ziel der guten Finanzierung zu verfolgen, erfordert zunächst die Umbenennung der Kapitalmarktunion in „Spar- und Investitionsunion“, um diesem höheren Zweck gerecht zu werden. Ich freue mich, dass die nunmehr für Finanzdienstleistungen zuständige Kommissarin auch diesen Begriff in ihrem Aufgabenbereich hat. Was den Inhalt betrifft, so sollten wir unsere Anstrengungen darauf konzentrieren, eine lange Liste technischer Details durch eine kurze Liste von Schlüsselmaßnahmen wie grüne Verbriefungen, die Entwicklung von Risikokapital und die Entstehung einer europäischen Aufsicht über die Kapitalmärkte zu ersetzen. Diese Maßnahmen werden die europäische Finanzkraft stärken, die mit einem wachsenden Abstand zu den USA zu kämpfen hat.
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